Colmar Berg, 25. / 26. Juli 2009


Eine “neue“ Strecke in einem “neuen“ Land: Colmar Berg in Luxemburg. Für uns Ostwestfalen und auch die meisten anderen, bedeutete dies ein neues und spannendes Abenteuer in Sachen Rennsport.

Eigentlich fing für uns alles gleich unter einem schlechten Stern an: es ist Freitagmittag, die Autobahnen bekanntlich voll und du kommst zu Hause nicht pünktlich weg (aber Arbeit geht halt vor, gell?). Dadurch waren wir auch entsprechend lange unterwegs in unbekannte Gefilde, trotz erstklassigem Scoutleader (Mr. Rambo höchstpersönlich) und Investition in einen neuen Super-Europaatlas für schlappe 32 Euro.

Endlich nach etlichen luxemburgischen Kreiseln und Gegurke über mehrere Dörfer, sowie nochmaliger telefonischer Rückfrage, konnten wir die „Colmar-Berg-Strecke“ und das Fahrerlager erblicken.

Uns wurde warm ums Herz.

Endlich geht’s wieder los!

Nach herzlicher Begrüßung der bekannten Gesichter haben wir uns erstmal passig gestellt und abgeladen. Für ein Gemeinschaftszelt war netterweise bereits gesorgt und auch der Grill war noch warm und das Bier bereits kalt. So macht das Ankommen Spaß…

Bereits am selbigen Freitagabend wurde Hermann vom Präsident des „Ecurie Good Year“ Patrick Eberhard angesprochen, dass für unsere Fahrer die Möglichkeit bestünde am Training und Rennen der luxemburgischen Veranstaltung kostenlos teilzunehmen, damit deren Veranstaltung „optisch“ ausgelastet würde. Für die meisten der NAVC-Starter eine überraschende und willkommene Aussicht, die auch entsprechend genutzt wurde. Wo gibt’s denn sonst so was? Zusätzliches Fahren ohne Mehrkosten?

Nach einem schönen Abend ging's für manchen nicht so zeitig ins Bett, wie es sinnvoll gewesen wäre. Aber auch das gehört  dazu. Pünktlich um 8.00 Uhr dröhnten dann draußen die ersten Motoren. Aufgestanden und gefrühstückt (incl. halbem Hähnchen und Rührei), Fahrzeuge nochmals gecheckt und ab zur Fahrerbesprechung. Hier wurde das Angebot vom Vorabend durch Patrick Eberhard nochmals konkretisiert und es meldeten sich auch 30 Fahrer des NAVC für die zusätzlichen Trainings und Rennen an.

Es folgten danach die freien Trainings, wo bereits die ersten Ausfälle bzw. Reparaturen fällig wurden. Nach wildem Geschraube und mittäglicher Stärkung folgten am Nachmittag die Zeittrainings vom NAVC und der Luxemburger. Danach ging's zum gemütlichen Abend über (mit herrlichen Witzeinlagen von unserem Rambo und Heiko), der auch nicht ganz so spät endete, denn das erste Rennen war für Sonntag 8.45 Uhr angesetzt.

Die ersten schälten sich bereits um 7.00 Uhr aus ihren Nachtlagern, um optimal fürs Rennen vorbereitet zu sein. So ging's im leichten Nebel an den Start….

Und nach wenigen Runden für einige auch schon wieder in die Boxengasse (Zylinderkopfdichtung und so was). Oder man musste das Rennen aus Sicherheitsgründen stehend abwarten und auf den Abschlepper warten. Auch schön. Für uns aus Ostwestfalen lief es nach dem Motto: Dabei sein ist alles, Durchkommen und Erfolg haben klappt eben nicht immer.

Aber auch schöne Erfolge seien erwähnt, wie unser Rübel/Klingel-Team mit dem ersten Platz und Michael Schlinck auf dem zweiten in ihrer Klasse. Auch Thorsten Schulz auf Platz zwei in Klasse 3 und das Team Winterhagen/Heimchen in Klasse 7.

Es war eine tolle Veranstaltung, die Lust macht auf mehr am Colmar - Berg. Vielen Dank an alle Verantwortlichen wie unsere Klingel-Rübels, den NAVC und auch den luxemburgischen Veranstaltern für die uns entgegengebrachte Kameradschaft und Fairness.

Hoffen in Schlotheim auf jeden Fall dabei sein zu können und wünschen bis dahin angenehme Arbeitstage, für einige noch schönen Urlaub und erfolgreiches Schrauben. Bleibts gesund.

 

Gruß

Ralf und Ute Schütze (MSC Westpfalz)


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Stand: 28. Juli 2009