Groß Dölln, 22. / 23. Oktober 2011


 

NAVC -RundStreckenMeisterschaft 2011

 

Lange haben wir Anfang des Jahres  warten dürfen bis Daten und Rennstrecken für die RSM 2011 feststanden. Als ich dann die Termine in meinen Terminplaner übernommen habe schauderte ich dann doch bei dem Gedanken, Ende Oktober in der Uckermark eine Doppelveranstaltung zu fahren.  Es wurden Erinnerungen an Karfreitag 2008 am Nürburgring geweckt.

 

Aber um eines vorweg zu nehmen, allen aktiven Rundstecken-Fahrern die sich nicht entschließen konnten, am 22. und 23. Oktober nach Gross-Dölln zu kommen, möchte ich hier gerne eine lange Nase machen.

 

Freitagmorgen, 21.Okt. 9:00 Uhr Auto aufladen, anhängen und los, immerhin haben wir 611 Km vor uns.  Der Routenplaner empfiehlt den Weg aus dem Taunus in die Schorfheide (65 Km nördlich Berlins) über die A7 (Braunschweig) zu nehmen, immerhin 3 km kürzer als über die A9 (Leipzig). Bei wunderschönem Wetter und vor allen Dingen ohne Stau und vor dem Wochenendverkehr hatten wir Oranienburg gegen 16:00 schon hinter uns gelassen, die letzten 60 km sollten kein Problem mehr sein. Doch die Straßen werden immer schmaler, die Tankstellen weniger. Fast wären wir noch an der Einfahrt zum Ehemaligen Sowjetischem Luftwaffenstützpunkt vorbeigefahren.

 

Hier, auf der Anfahrt zum Driving Center Gross-Dölln kann man schön sehen, wie sich die Natur, die vor knapp 20 Jahren verlassen Kasernengebäude zurückerobert. Das Driving Center selbst, hat sich im vergangenen Jahrzehnt zu einem erstklassischen Fahrsicherheitszentrum entwickelt. Neben den verschiedensten Fahrtechnik und Nasshandling-Strecken ist eben auch 2009 der neue Track 3 entstanden, ein anspruchsvoller Kurs, der sich auch noch in vier verschieden lange und schwierige Sektionen gliedern lässt.

 

Mit Track A  (1300 m) am Samstag und Track A+B (2500m) am Sonntag  hatten wir die anspruchsvollsten Sektionen mit einigen Höhenunterschieden, blinden Kuppen und zumachenden Kurven vor uns.

 

Wie immer wurden wir vom Organisationsteam herzlichst empfangen. Schade war, das leider nur 24 Starter der Einladung gefolgt sind. Papier und technische Abnahme war im NAVC- Shelter, hier waren auch die Sanitären Anlagen untergebracht ,die in einem Top Zustand sind.  Außerdem hatte das Orga-team schon für den Samstagabend Tische und Bänke für das geplante Barbecue aufgestellt. Der Platz zum Abstellen der Wohnmobile war mit vorbildlicher Stromversorgung ausgestattet. Wer den passenden Adapter vergessen hatte, konnte diesen für kleines Geld bei Frau Limmer erwerben.

 

Nach dem Abladen und einrichten wurden die letzen Sonnenstrahlen genutzt um die morgige Piste

zu erkunden. Mit zunehmender Dunkelheit wurde es auch ganz schön „ Schattig“ in der Uckermark.

 

Der leichte Frühnebel am Samstagmorgen  verzog sich durch die immer intensiver werdende Sonne. Für den Samstag waren zwei Freie Trainings (Prima für die „Zwei-Starter-Teams“ in der RSM), ein Zeittraining und zwei Rennläufe angesetzt.

 

Durch die steigenden Temperaturen bot die Strecke mit jeder Stunde mehr Grip. Die ersten Ausfälle gab es schon vor Tagesbeginn zu melden, Walter Foster mit seinem Klasse 11 BMW  M3, sowie ein weiterer Klasse 4 BMW 325i standen mit Technischen Problemen an Walters Zugmaschine kurz vor Berlin.

 

Der Veranstaltungstag verlief ohne große Zwischenfälle, die Disziplin bei den Starts und während der Rennen war  laut Rennleitung vorbildlich. Kleine  Ausflüge in die Botanik hatten die Fahrer jeweils selbst zu verschulden. Paul Walczok mit seinem Porsche 997 GT3 hatte auf den Pisten hier in Gross Dölln so seine Schwierigkeiten,  sonst immer ganz weit vorne zu finden, musste er sich hier bei den Starts weiter hinten anstellen.  Er gewann zwar seine Klasse an beiden Veranstaltungstagen, aber der Porsche hatte wohl nicht das Handling auf diesen kurzen und kurvenreichen Strecken.

 

Christian Bert mit seinem VW Corrado, sowie Klaus Fischer mit seinem Radical Club Sport, beide vom MSC Westpfalz setzten an beiden Tagen hier die Pace und machten auch die Siege in der Klasse 12 unter sich aus. Patrick Rauscher mit seinem VW Golf 3 konnte am Samstag noch gut mithalten, musste aber leider schon am Sonntag, noch vor dem ersten freien Training wegen Technischer  Probleme aufladen und trat enttäuscht die Heimfahrt an. Für Udo Weihrauch mit seinen Klasse 9 Golf war nach knapp 8 Minuten des ersten Rennens am Samstag das Rennwochenende vorbei.

 

Erwähnenswert auch, wie der wohl jüngste Fahrer des Feldes, Nick Kollmeier vom AC Herringhausen

auf seinem Polo in der Klasse 2 sich geschlagen hat, es machte Spaß ihm vom Streckenrand aus zuzuschauen wie er von Lauf zu Lauf eine bessere Linie fand.

 

In den verschiedene Klassen, die an beiden Renntagen teilweise zusammengefügt und auch so gestartet wurden ging es teilweise noch um wertvolle Meisterschaftpunkte. Wo in einigen Klassen der Führende schon uneinholbar vorne liegt, bleibt es in anderen Klassen bis zum Saisonfinale am 19.November in Hockenheim spannend.

Der Samstagabend zwischen den beiden Veranstaltungstagen bleibt bestimmt allen Anwesenden in bester Erinnerung.  Die Wochenendnenngelder schlossen ein Barbecue-Buffet im Rahmen der Siegerehrung am Samstagabend im NAVC-Shelter ein. Steaks, Bratwurst, Suppen und ein Salatbuffet satt. Die Stimmung war großartig, wer Sitzfleisch hatte, durfte zu späterer Stunde eine Kostprobe von den 70er Jahre Lieblingssong unseres Sportpräsidenten lauschen :-) Kurz vor der Geisterstunde machte Frau Limmer dem Spuk ein Ende und kehrte die letzen in die Sternenklare Nacht hinaus.

Die Siegerehrung am Sonntag erfolgte nach einem tollen Veranstaltungstag auf dem „Stockerl“, zum Schluss kamen alle „Geehrten“ zu einem Gruppenfoto zusammen.

Auch, um der Organisation der NAVC -Sportabteilung, Joseph & Marietta Limmer, sowie Isabel Irber und Georg Breitkopf für ein klasse Motorsportwochenende zu danken.  Danke auch an den Sportkommissar Gerd Dankert der,  „außer einer Verwarnung wegen nicht benutztem Fensternetz“, nur wenig zu bemängeln hatte.

Für alle Daheimgebliebenen kann ich nur sagen, „ Ihr habt was verpasst“.

Über das ganze Wochenende war keine Wolke am Himmel über dem Biosphärenreservates Schorfheide zu sehen. Heute bin ich über den späten Veranstaltungstermin froh, die Moskitos aus den umliegenden Mooren hatten nur noch eine sehr eingeschränkte Fluggeschwindigkeit.

Auf ein Wiedersehen beim Saisonfinale 2011 in Hockenheim

 

Viele Grüße sendet Andreas Vongries, Fahrergemeinschaft Rhein-Main


Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an:

Webmaster@msc-westpfalz.de

Copyright © 2007 www.msc-westpfalz.de
Stand: 05. November 2011